Körper & Kunst

Die Geschichte hinter Body Art - Mehr als eine Tradition: die Körperkunst

Seit Jahrhunderten wünschen sich die Menschen ihre Körper zu verändern. Das Wort „Tätowierung“ stammt vom polynesischen „tatau“ ab. Es bedeutet „Zeichen“ und wurde durch die Aufzeichnungen des britischen Entdeckers James Cook (1728 – 1779) bekannt. Er bestaunte während einer Reise den tätowierten Polynesier Omai und brachte ihn mit nach England.

Heutzutage gelten Tätowierungen oder anderer Körperschmuck in der Gesellschaft als „normal“. Die Körperkunst drückt die eigene individuelle Persönlichkeit aus. So verschieden die Menschen, so unterschiedlich sind die Tattoo-Stile. „Realistic“ zeigt realistische Tattoos, die in den letzten Jahren immer populärer wurden. Meist werden Familienmitglieder, Stars oder auch Tiere realitätsgetreu tätowiert. „Old-School“-Motive wurden gerne von Seeleuten getragen. Typisch dafür sind Schwalben, Herzen oder Anker. „Asia“-Tattos sind den klassischen asiatischen Motiven wie Koi-Karpfen, Tiger oder Drachen nachempfunden. „Biomechanik“ zeigt die Verschmelzung von Mensch und Maschine. „Tribal“-Tattoos sind Ornamente, die in unzähligen Varianten gestochen werden können.

Wer nicht gleich zur Nadel greifen will für den sind Airbrush-Tattoos die Lösung. Sie sind schmerzfrei und sehen echt aus. Es ist die ideale Alternative für Menschen, die kein permanentes Tattoo wollen. Viele nutzen ein Airbrush-Tattoo auch dafür, um ein Gefühl für ein echtes Tattoo zu bekommen. Es wird durch eine Airbrush-Pistole mit einer speziellen Bodypaintfarbe aufgesprüht.

Zur Bodymodification gehören Piercings, Implants und Brandings. Piercings werden an verschiedenen Körperstellen gestochen. „Dermal Anchor“ ist eine spezielle Form davon. Er wird unter die Haut implantiert und nicht gestochen. Implants werden in Form von Sternen oder Kugeln sichtbar unter die Haut implantiert. Ziernarben werden durch Brandings in die Haut geschnitten.

Bodyart hat eine lange Geschichte. Es war immer ein Zeichen der Zugehörigkeit oder Ausdruck der Individualität, hat kulturelle und religiöse Hintergründe. Egal, ob Tattoos, Piercings oder Brandings – es gibt viele Formen und Arten seinen Körper zu verschönern. Das meiste davon ist allerdings mit Schmerzen verbunden und es hält dauerhaft. Jeder sollte es sich also gut überlegen.