Clarafosca & Janis

Das internationale Künstler Duo Clarafosca & Janis ist weltweit aktiv und präsentiert ihre Kunst bei Projekten für Unternehmen hin bis zu großen farbenfrohen Murals wie z.B. in Barcelona. Clarafosca hat in Barcelona Kunst studiert und die Crew ist dort sehr bekannt. Während des Winters lebt das Duo auf Bali und im Sommer in Deutschland. Ihre Tätigkeit bewegt sich im Spannungsfeld zwischen klassischem Graffiti, Auftragskunst (Murals) und sozial engagierter Kunstvermittlung. Die beiden geben auch Workshops, so zuletzt in der Jugendvollzugsanstalt in Adelsheim. Für Janis war das Projekt in Mosbach-Reichenbuch auch ein sehr emotionales Vorhaben, führte es ihn doch in den Ort, wo er seine Jugend verbrachte.

In Clarafoscas Werdegang zeigen sich viele künstlerische Techniken und Fähigkeiten, und zwar vom Aquarell über den traditionellen Bleistift über Acryl und digitale Kunst. So entwickelte sie ihren eigenen Stil, gepaart mit neuen kreativen Fähigkeiten und der Kombination von Illustration und Street Art, vor allem ab 2004.  Sie konzentriert sich vor allem auf die Malerei ästhetischer weiblicher Formen, ergänzt durch lebendige Farben in Graffitis und die transzendente Verschmelzung natürlicher Formen. Sie beschreibt ihren Stil als „Visual Artist“, der Wände, Graffiti und Leinwände bemalt. Ihre Arbeiten sind oft von lebendigen Farben und tropischen Motiven geprägt. Ihr unerschöpflicher Antrieb und ihre Leidenschaft, künstlerische Grenzen zu überschreiten und Neues zu erforschen spiegelt sich in ihrer vielseitigen Arbeit wider. Ihre Werke sind voller Energie und Rhythmus, geprägt von der Spannung zwischen Kontrolle und Spontaneität.

Janis zeigt sich darüber hinaus auch als der Teil des Künstlerduos, der für die fotorealistische Ergänzung, Dokumentation und das Wandbild-Konzept zuständig ist. 
https://clarafosca.com

Die Künstler gestalten Graffitis, die nicht zerstören, sondern verbinden. Die beiden bezeichnen sich selbst als „internationale Künstler“, die „Good Energy“ in ihre Neighbourhoods bringen wollen. Clarafosca und Janis gehören eher zu der praxisorientierten Urban-Art-Szene als zu den stark dokumentierten Galeriekünstlern. Ihre Kunst wirkt erzählerisch und atmosphärisch. 

Für die beiden Künstler ist Graffiti ein Mittel zur Integration und Kommunikation. Ihr Stil ist weniger rebellisch im klassischen Sinne, sondern geprägt von Teilhabe, Bildung und Transformation von Räumen. 

Gemeinschaftsorientierte Projekte sind ein weiterer wichtiger Teil ihres Wirkens. Dabei liegt auch ein Schwerpunkt auf der Arbeit mit sozialen Gruppen wie z.B. der Graffiti-Workshop mit Gefangen in der Jugendvollzugsanstalt Adelsheim und die Zusammenarbeit mit Jugendgruppen, den Feuerwehren und die Gestaltung öffentlicher Gebäude im Auftrag von Kommunen.

Für ihr Selbstverständnis ist die pädagogische Komponente sehr zentral. Graffiti wird dabei als Werkzeug zur Persönlichkeitsentwicklung verstanden – als Ventil für Emotionen und als Möglichkeit, neue Perspektiven zu eröffnen. 

Kunststil

Beide arbeiten häufig erzählerisch und figurativ. Ihre Darstellungen zeigen

  • Menschen
  • Landschaften
  • Objekte
  • Eine Kombination aus Schrift und Bild.

Sehr oft eine Mischung aus urbaner Ästhetik und erzählerischem Setting. 
Während Graffiti früher oft ausschließlich mit Vandalismus assoziiert wurde, wird es heute zunehmend als Teil der urbanen Kunst und Kultur anerkannt. 

Die Künstler gestalteten im Frühjahr 2026 ein 64m² großes Mural an dem Redaktionsgebäude der Rhein-Neckar-Zeitung im Gartenweg Mosbach, und zwar den Siegerentwurf zum 80. Geburtstag der RNZ – „Bewegende Zeilen“.

4 Tage lang arbeitete das Duo in luftiger Höhe, ständig begleitet von vielen interessierten Zuschauern im Alter zw. 15 und 85. Die Rhein-Neckar-Zeitung zeichnet verantwortlich dafür, dass für Mosbach ein echter Hingucker geschaffen und das Stadtbild eine Aufwertung erfuhr, zumal das Kunstwerk täglich auch von tausenden von Autofahrern von der dort vorbeiführenden B 27 aus bewundert werden kann.  Das Mural trägt zur ästhetischen Aufwertung der Innenstadt von Mosbach bei und verwandelte eine triste Fassade in einen farbenfrohen Blickfang. Solche Gestaltungsformen beleben das Stadtbild und verleihen der Stadt einen modernen kreativen Charakter.

Es bleibt zu hoffen, dass die kommunal Verantwortlichen, nicht nur in Mosbach, weitere Flächen für eine künstlerische Ausgestaltung vermitteln. Die Belebung des öffentlichen Raumes durch Kunst macht Städte interessanter. So kann künstlerisch gestaltete Street-Art durchaus ein Teil eines wirtschaftlichen Aufwertungsprozesses sein.
https://www.rnz.de/region/neckartal-odenwald_artikel,-Street-Art-in-Mosbach

Die Rhein-Neckar-Zeitung hat hierfür den Startschuss gegeben. Farbig, künstlerisch gestaltete Wände aller Art können verschönern, Identität stiften, Diskussionen anregen und wirtschaftliche Impulse setzen. 

Ein großes, farbenfrohes und beeindruckendes Wandbild schufen die beiden Künstler am Dorfgemeinschaftshaus in Reichenbuch, einem Zentrum des dortigen dörflichen Lebens.  Eingeflossen in die Gestaltung dieses Kunstwerkes sind viele Anregungen aus der Dorfgemeinschaft, ein Gemeinschafswerk der Bürger und der Künstler.

Eine früher steril weiße große Eingangswand zeigt jetzt Szenen aus dem Alltag der Kinder. Diese künstlerische Gestaltung ist weit mehr als bloße Dekoration – sie stiftet Identität, spricht Emotionen an und beeinflusst das soziale Miteinander der Dorfgemeinschaft. Die Schulkinder sehen jetzt farbenfrohe Bilder, Bilder, die ihnen vertraut sind, typische Alltagsszenen. Das Graffiti schafft Wiedererkennung, Kinder fühlen sich gesehen und verstanden, es vermittelt emotionale Sicherheit, da die Schule im Dorfgemeinschaftshaus ihnen jetzt als ein Ort erscheint, der ihre Realität widerspiegelt. Kinder können dadurch angeregt werden, selbst kreativ zu werden. Vielleicht beginnen sie, die dargestellten Szenen weiterzudenken, eigene Geschichten zu erfinden oder ihre eigenen Erlebnisse künstlerisch auszudrücken. Auch das soziale Klima innerhalb der Schule kann durch ein solches Kunstwerk positiv beeinflusst werden. Das Graffiti wird so zu einem pädagogischen Werkzeug, das über seine visuelle Wirkung hinausgeht.

Ein Beispiel, das im wahrsten Sinne des Wortes „Schule“ machen sollte.

Internationale Präsenz von Clarafosca & Janis

Auswahl

 

2007
Street Art Ausstellung &Live Painting, Asef, Casellar, Spanien

2008
Kollektive Kunstausstellung, Escola Massana, Barcelona, Spain

2009
Group Exhibition & Live Painting, SnowBoArt, Vielha, Spain

2013
Graffiti Festival, Walls Talk 5, Sabadell, Spain

2019
Wandgemäldewerbung für den „Avengers“-Film, Apparition Media, Sydney, Australien

2020
Group exhibition, Lalaland, Bali, Indonesia

2021
Panino Italiano, Ausstellung für Live-Malerei und Illustration, Bali, Indonesien

2022
Einzelausstellung, Halokedungu,  Bali, Indonesien
Treffen der Stile, Graffiti-Festival, Karanganyer, Zentraljava, Indonesien
König Royal Pride Graffiti-Veranstaltung, Bali, lndonesien

2023
Treffen der Stile, Graffiti-Festival, Sevilla, Spanien

2024
Dax Motors´n Blues, Musikfestival, Live-Painting, Dax, Frankreich
Mural Jam, Graffiti-Festival, Alelle, Spanien

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